Ausflugsziele quer durch Österreich: Natur, Stadt und alles dazwischen
Wer abseits der bekannten Namen unterwegs sein möchte, findet in fast jedem Tal ein Ziel, das nur regional bekannt ist. Genau dort lohnt der Weg oft am meisten.
Vom Bauernmarkt zur Markthalle
Wochenmärkte gibt es in praktisch jeder größeren Gemeinde, meist an ein bis zwei fixen Tagen. Der Vormittag ist die sinnvolle Zeit für einen Besuch.
Flohmärkte starten früh und sind am Vormittag am ergiebigsten. Wer etwas Bestimmtes sucht, sollte zu Beginn dort sein.
Zwischen Schneeschmelze und erstem Frost
Im Frühjahr sind die Täler bereits grün, während höhere Lagen noch Schnee tragen. Diese Zeit eignet sich für Klammen, Flusstäler und Städte.
Öffnungszeiten von Klammen, Bahnen und Hütten sind saisonal. Wer außerhalb der Hauptsaison fährt, sollte sie einzeln prüfen.
Öffentlich oder mit dem Auto?
Bergbahnen sind bei der Planung der entscheidende Faktor. Ihre erste und letzte Fahrt bestimmen, wie eine Tour zeitlich aufgebaut werden kann.
Bei beliebten Zielen sind Parkplätze im Sommer früh voll. Manche Täler sind an Spitzentagen für den Individualverkehr gesperrt.
Budget für einen Tag im Gelände
Gästekarten der Unterkünfte enthalten in vielen Regionen freie Fahrten und Ermäßigungen. Sie werden oft nicht aktiv angeboten. Andere Beiträge zu österreichischen Themen gibt es hier.
Wer außerhalb der Hauptsaison unterwegs ist, zahlt bei Unterkünften deutlich weniger, hat dafür ein eingeschränktes Angebot.
| Wasserfälle | Frühsommer | Schneeschmelze erhöht die Wasserführung |
| Badeseen | Juli und August | im Osten früher warm |
| Bergseen | Juli bis September | kalt, kurze Saison |
| Flussradwege | Mai bis Oktober | Etappen gut planbar |
Stille Ziele finden
Die stilleren Plätze verlangen meist etwas mehr Aufwand bei der Anreise. Genau das hält sie still. Weitere Einträge zu Plätze in Österreich im Überblick sind nach Kategorien sortiert.
Gespräche vor Ort bringen die besten Hinweise. Wirtsleute und Hüttenpersonal kennen die Umgebung besser als jede Beschreibung.
Historische Orte als Ziel
Kombitickets aus Führung und Verpflegung sind verbreitet und meist günstiger als die Einzelposten zusammen.
Burgruinen gibt es in fast jeder Region. Viele sind frei zugänglich, andere werden von Vereinen betreut und haben eingeschränkte Öffnungszeiten.
Was im Winter zugänglich bleibt
Im Winter verschiebt sich das Angebot deutlich. Viele Naturziele sind nicht erreichbar, dafür öffnen Skigebiete, Rodelbahnen und Winterwanderwege.
Präparierte Winterwanderwege sind geräumt und auch ohne Ausrüstung begehbar. Sie sind eine Alternative für alle, die nicht Ski fahren.
- Im Winter Lawinenlagebericht prüfen, bevor es abseits der Wege geht
- Kurze Tage einplanen, ab etwa 16 Uhr wird es dämmrig
- Winterwanderwege als Alternative ohne Ausrüstung nutzen
- Bei Schlechtwetter auf Städte, Museen oder Thermen ausweichen
Zum Schluss
Am meisten bringt die Kombination aus einem bekannten Ziel und einem stillen Platz in der Nähe. So sieht man beide Seiten einer Region.
Die Anreise verdient mehr Aufmerksamkeit als das Ziel. Sie entscheidet in der Praxis darüber, ob ein Tag angenehm verläuft.
Vorbereitung, die zählt
Handyempfang ist in Seitentälern und Schluchten oft nicht vorhanden. Karten sollten offline verfügbar sein.
Warme Zwischenschicht nicht vergessen: Pro tausend Höhenmeter sinkt die Temperatur um mehrere Grad, dazu kommt der Wind.
Kurze Wege, große Wirkung
Ein Wechselgewand im Rucksack erspart bei Bachläufen und Seen viel Diskussion.
Klammen sind für Kinder meist beeindruckend, mit Kinderwagen aber nicht befahrbar. Eine Trage ist die praktikable Lösung.
Rücksicht als Voraussetzung
Abfall gehört vollständig wieder ins Tal, auch organischer. Bananenschalen und Obstreste bauen sich in Höhenlagen extrem langsam ab.
Wildtiere brauchen Abstand, besonders in der Dämmerung und im Winter. Störungen kosten die Tiere Energiereserven, die sie nicht ersetzen können.
Von Kärnten bis ins Salzkammergut
Im Frühsommer sind die Seen am leersten. Die Wassertemperatur ist dann niedriger, der Andrang aber deutlich geringer als im August.
Der Grüne See in der Steiermark ist ein Sonderfall, weil sein Wasserstand jahreszeitlich stark schwankt. Baden und Tauchen sind dort inzwischen untersagt.
Die bekanntesten Wasserfälle
Der Sprühnebel macht die Wege dauerhaft feucht. Rutschfeste Schuhe sind hier keine Empfehlung, sondern Voraussetzung.
Wildflüsse wie die Enns im Gesäuse oder die Salza in der Steiermark prägen ganze Talschaften und sind für Kajak und Rafting erschlossen.
Hütten als Ziel und Zwischenstation
Almhütten sind meist von Juni bis September bewirtschaftet. Außerhalb dieser Zeit gibt es keine Verpflegung und oft auch kein Wasser.
Das Wetter im Hochgebirge schlägt schnell um. Gewitter bilden sich im Sommer typischerweise am frühen Nachmittag, weshalb frühe Starts üblich sind.
Die bekanntesten Klammen
Klammen sind enge, von Wasser ausgewaschene Felsschluchten. In Österreich sind viele davon über Stege und Treppen erschlossen und gegen Eintritt begehbar.
Die Raggaschlucht im Kärntner Mölltal ist eines der bekannteren Beispiele und wird über eine Steganlage entlang des Wasserlaufs erschlossen.
Häufige Fragen zu Ausflugszielen in Österreich
Gibt es Nationalparks in Österreich?
Ja, sechs. Die Hohen Tauern sind das größte Schutzgebiet der Alpen, der Nationalpark Neusiedler See im Osten ist landschaftlich das Gegenteil davon.
Wo ist es am wenigsten überlaufen?
Eine Talstufe weiter oder in Seitentälern, bei landschaftlich vergleichbarem Angebot. Der Aufwand bei der Anreise ist meist etwas höher.
Sind Drohnen erlaubt?
In Nationalparks und über Wildschutzgebieten nicht. Auch außerhalb gelten enge rechtliche Grenzen, die vorab zu klären sind.
In Schutzgebieten gelten eigene Regeln. Sie stehen an den Eingängen und auf den Seiten der jeweiligen Verwaltung.